Begriffslexikon
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| Abschreibungen: Gegenstände des
Anlagevermögens sind in
Ihrer Lebensdauer begrenzt.
Um diesen Werteverlust darzustellen,
berücksichtigt man Abschreibungen.
Die Abschreibungshöhe richtet
sich nach der Nutzungsdauer,
die in von Finanzbehörden
veröffentlichten Tabellen
als Richtwerte festgelegt werden.
(siehe hierzu auch Abschreibungsarten) |
| Abschreibungsarten: Bei der Abschreibung unterscheidet
man verschiedene Arten: die
bilanzielle und die kalkulatorische
Abschreibung, die direkte und
die indirekte Abschreibung sowie
die planmäßige und
die außerplanmäßige
Abschreibung. Bezüglich
der Berechnungsmethoden gibt
es ebenfalls verschiedene Abschreibungen:
die bekanntesten sind die lineare
und die degressive Abschreibung;
daneben gibt es die digitale
und die Abschreibung nach Leistung.
(siehe hierzu die einzelnen
Erläuterungen) |
Aktiengesellschaft:
Möglicher theoretischer Ablauf (in zeitlicher Reihenfolge) bei der
Gründung einer "Kleinen AG" |
| Anderkonto: Das Anderkonto ist eine spezielle Form des Treuhandkontos und wird aufgrund der Insolvenz eines Wirtschaftsunternehmens vom Insolvenzverwalter eröffnet. Der Insolvenzverwalter verwaltet das Anderkonto für den Dritten treuhänderisch. Im Rahmen einer Insolvenz werden die Geldeingänge für Forderungen - auch jene die vor der Antragsstellung zur Insolvenz begründet waren - geführt. Demnach werden die Schuldner des insolventen Unternehmens aufgefordert, ihrerseits die fälligen Zahlungen ausschließlich dem Anderkonto gutzubringen. Für ein Anderkonto gelten Sonderregeln, die im Wesentlichen durch eine Pfändungsfreiheit bestimmt sind. Weder das Kreditinstitut noch andere Gläubiger können somit in das Anderkonto vollstrecken und sich daraus befriedigen. |
Annuität: Als Annuität (lat. annus - Jahr) bezeichnet man eine regelmäßig fließende, in ihrer Höhe gleich bleibende Zahlung (uniformer Zahlungsstrom). Bei einem so genannten Annuitätendarlehen wird daher die (zunehmende) Tilgungs- und die (abnehmende) Zinszahlung so errechnet, dass die regelmäßige Gesamtbelastung gleich bleibt.
Die Formel zur Annuitätenberechnung lautet:
| Darlehensbetrag x |
(1 + Zinswert) x Zinswert |
(1 + Zinswert) - 1 |
» siehe Beispiel |
| Anlagenintensität: Die Anlagenintensität ist
eine Bilanzkennzahl. Sie zeigt
das Verhältnis des Anlagevermögens
zum Gesamtvermögen. Je
höher dieser Wert ist,
desto unflexibler kann das Unternehmen
im Hinblick auf z.B. Marktveränderungen
agieren. Weiterhin ist tendenziell
der Fixkostenanteil höher.
Außerdem muss bei einer
hohen Anlageintensität
stets auf die Kapazitätsauslastung
geachtet werden. |
|
APSL: Der Begriff APSL stammt aus
dem Kalkulationsbereich in der
Kosten- und Leistungsrechnung.
Bei der Kalkulation werden die
Lohnkosten unter Verwendung
von sog. Mittellöhnen ermittelt.
Darunter versteht man das arithmetische
Mittel aller auf einer Baustelle
oder einer anderen organisatorischen
Einheit voraussichtlich entstehenden
Lohnkosten je Arbeitsstunde.
Dabei unterscheidet man folgende
Arten von Mittellöhnen:
 |
1. |
Mittellohn ohne anteilige
Aufsichtskosten |
| |
|
- |
Mittellohn
A |
| |
|
- |
Mittellohn
AS (Mittellohn A zzgl.
lohngebundene Kosten) |
| |
|
- |
Mittellohn
ASL (Mittellohn AS zzgl.
Lohnnebenkosten) |
| |
2. |
Mittellohn mit anteiligen
Aufsichtskosten (P=Polier) |
| |
|
- |
Mittellohn
AP |
| |
|
- |
Mittellohn
APS (Mittellohn AP zzgl.
lohngebundene Kosten) |
| |
|
- |
Mittellohn
APSL (Mittellohn APS zzgl.
Lohnnebenkosten) |
(siehe
hierzu auch KLR Bau Teil B,
II. Vorkalkulation) |
| Asset Deal: Der Asset Deal ist eine Form des Unternehmenskaufs bzw. –verkaufs, bei dem bestimmte – zuvor festgelegte - Vermögenswerte - möglichst im Paket - an einen Erwerber übertragen werden. Im Rahmen von eröffneten Insolvenzverfahren finden Asset Deals regelmäßig als übertragende Sanierung statt und gehen mit zahlreichen Haftungsfreistellungen des Erwerbers einher. |
| Ausfallwahrscheinlichkeit / Ausfallrisiko: Die Ausfallwahrscheinlichkeit (häufig auch kurz als „PD“ bezeichnet, engl. probability of default) ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Forderung (meist in Form eines Kredites aber auch aus Lieferung und Leistung) ausfällt, d. h. sie wird nicht (zurück-)gezahlt. Die Ausfallwahrscheinlichkeit beeinflusst die Höhe der Kreditzinsen, da damit der erwartete Verlust aus dem Geschäft abgedeckt werden soll. Im Rahmen von Basel II ist geregelt, dass auch das Eigenkapital, das die Banken für Kredite hinterlegen müssen, von deren Ausfallwahrscheinlichkeit abhängt. |